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öffentliche Veranstaltungen

Mainhardter VortrÀge

 

Die Vortragsreihe im Römermuseum Mainhardt mit VortrÀgen zu römischen Themen muss im 14. Jahr. ihres Bestehens wegen der besonderen UmstÀnde verschoben werden.

Die Vorgaben aufgrund der Corona-Pandemie lassen in den RaumverhÀltnissen des Römermuseums einen sinnvollen Vortragsbetrieb nicht zu. Wir bedauern dies sehr und hoffen, dass im nÀchsten Jahr die Vortrgsreihe stattfinden kann und die Dozenten der Veranstaltungsreihe ebenso treu bleiben werden wie das interessierte Publikum.

VortrÀge, die nachgeholt werden:

(geplante) Vortragsreihe 2020


29. April: Reinhard Gunst: Mit den Göttern gebaut - Die göttliche Ordnung im Ostkastell von Welzheim
Obwohl die römischen Kastelle reine militĂ€rische Zweckbauten waren, wurde ihre Gestaltung nicht nur durch rein praktische Überlegungen bestimmt, sondern ebenso durch die mythologischen Vorstellungen jener Zeit. So waren Götter in der Vorstellungswelt der Römer allgegenwĂ€rtig und ĂŒbten deshalb ihre Macht auf alle Bereiche des menschlichen Lebens aus. Anrufungen und Opfer waren notwendig, um sie gnĂ€dig zu stimmen.
Diese Beziehung zu Göttern wird auch in den Bauwerken aus jener Zeit sichtbar. Neben der Zahlensymbolik der griechisch-römischen Tetraktys war dies die Ausrichtung eines Bauwerkes auf den Sonnenaufgang.
FĂŒr diese komplexe Gedankenwelt bietet das Ostkastell in Welzheim mit seinen unterschiedlich angeordneten Bauwerken ein gutes Beispiel. Mit seinem SeitenverhĂ€ltnis von 19 zu 21 weist es auf zwei wichtige Zahlen der Tetraktys und mit seiner Ausrichtung auf den Sonnenaufgang am Feiertag der Göttin Isis auf einen am Obergermanisch-RĂ€tischen Limes weit verbreiteten Kult hin. Die Beachtung individueller Aspekte der römischen Götterwelt zeigt sich in der Ausrichtung des Badehauses auf den Sonnenaufgang am Tag der Erdgöttin Annae Perennae. Ganz im Sinne der römischen Badekultur stand die aus dem etruskischen Erbe stammende Göttin fĂŒr den Wunsch nach einem langen Leben

13. Mai: Dr. Andreas Thiel: 3500 Jahre Leben am Nesenbach: ArchĂ€ologische Untersuchungen im Baufeld von „Stuttgart 21“
Seit Sommer 2014 begleitete das Landesamt fĂŒr Denkmalpflege den Erdaushub des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs. Dabei gelangen zahlreiche ĂŒberraschende Entdeckungen.Hervorzuheben ist insbesondere, dass sich die Bodenzeugnisse aus allen Epochen aufgrund umfangreicher Sedimentationsprozessen ĂŒberdurchschnittlich gut erhalten haben. In mehreren Metern Tiefe unter dem heutigen Niveau fanden sich Zeugnisse der Bronze-, Römerund Völkerwanderungszeit, des Mittelalters sowie der herzoglichen, spĂ€ter königlichen Residenz. Die im Schlamm des Nesenbachs und seiner ZuflĂŒsse eingebetteten, zum Teil mĂ€chtigen Baureste aus Stein und Holz belegen eindrĂŒcklich die permanente Gefahr, die das nahe Siedeln am Wasser ĂŒber Jahrhunderte mit sich brachte. Heute erlauben die Befunde wichtige Aussagen zur Umweltund Landesgeschichte.

3. Juni: Torsten Pasler: Die VerdrÀngung der Muttergöttin in der Antike
Nach der Eroberung Europas durch die aus der Ukraine und dem Kaukasus stammenden indoeuropĂ€ischen Völker kam es zunĂ€chst zu einer Vermischung der hierarchischen Gesellschaftsstrukturen der Eroberer mit den egalitĂ€reren Strukturen der Ureinwohner. Die patriarchalische Weltanschauung versuchte nun mit subtileren Methoden, die Herzen und Gedanken der Menschen zu beeinflussen. Dies lĂ€sst sich anhand der Götterwelt des klassischen Griechenlands aufzeigen. Eine Renaissance erlebten die Prinzipien der Muttergöttin in römischer Zeit in den Lehren des SozialrevolutionĂ€rs Jesus Christus. Doch die patriarchalische Macht hat seine Botschaft der Partnerschaftlichkeit so verwĂ€ssert, daß das Christentum zu einer StĂŒtze der hierarchischen Gesellschaftsordnung wurde.

17. Juni, Dr. Georg Zemanek: Astronomische Uhren
Astronomische Prunkuhren finden sich an vielen Stelleninnen und außen an GebĂ€uden. Im Bereich der Hanse sind die Prunkuhren oft in Kirchen zu finden, in SĂŒddeutschland außen an RathĂ€usern. Die Uhr am Ulmer Rathaus zeigt jedem eine FĂŒlle von astronomischen Daten – aber nur dem, der sie zu lesen versteht. Auch in Chartres befindet sich in der Kathedrale eine astronomische Uhr, an der nicht nur die Tageszeit, sondern auch der Sonnenstand und die Mondphase abgelesen werden können. Eine Urform dieser GerĂ€te wird schon von dem römischen Schriftsteller Vitruv unter der Bezeichnung „Winteruhren“ beschrieben. Ein BruchstĂŒck einer solchen Uhr wurde in Salzburg gefunden und im Germanischen Zentralmuseum in Mainz steht eine Rekonstruktion. Im Vortrag wird der Mathematiker und Limes-Cicerone Dr. Georg Zemanek erlĂ€utern, wie die Darstellung der Himmelsereignisse auf diesen Uhren funktioniert und auf Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede der verschiedenen Uhren eingehen. Daraus resultiert dann ein verĂ€nderter Vorschlag zur Rekonstruktion des Salzburger BruchstĂŒcks zu einer funktionstĂŒchtigen Uhr. Ziel des Vortrages ist es auch, den Zuhörern zu vermitteln, wie die Uhren zu lesen sind.

8. Juli, Renate Schoch-Filgis: Antike Kleidung - Römische "Modenschau" erleben
Renate Schoch-Filgis ist pensionierte Lehrerin und hat u.a. Textilarbeit in der Fachlehrerausbildung in Karlsruhe unterrichtet. In Zusammenarbeit mit Dr. Bernhard CĂ€mmerer vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe entstanden im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit am Museum römische "Modenschauen". Erleben Sie, wie aus einem StoffstĂŒck ein Gewand entsteht. Lassen Sie sich zum Römer einkleiden. Gut geeignet fĂŒr Jung und Alt.

22. Juli: Dr. Martin Kemkes: Der Alblimes und die römische Besetzung zwischen Neckar und Donau Im 1. Jahrhundert n. Chr. errichtete die römische Armee im heutigen SĂŒddeutschland eine Vielzahl von MilitĂ€ranlagen, wobei die römische Kontrollzone rechts des Rheins Schritt fĂŒr Schritt nach Nordosten erweitert wurde. So entstanden zwischen etwa 70 und 110 n. Chr. auch auf der SchwĂ€bischen Alb zahlreiche Kastelle, die in der Zusammenschau allgemein als „Alblimes“ bezeichnet werden. Der Vortrag gibt einen Überblick ĂŒber den aktuellen Forschungsstand und prĂ€sentiert die vielschichtige Entwicklung dieser vermeintlichen Grenzlinie, die Vielfalt der
erhaltenen MilitĂ€ranlagen und deren Funktion im Kontext der römischen Okkupationsgeschichte im heutigen SĂŒdwestdeutschland

9. September: Michaela Köhler: Das Leben und Wirken des Apostels Paulus unter römischer Herrschaft
Zur Herrschaftszeit der Römer wandelte sich der Christenverfolger Saulus in einen passionierten Missionar. Was dafĂŒr der Auslöser war, wird in der Lebensgeschichte berichtet. Bei seiner Hinrichtung betont Paulus, er sei freier römischer BĂŒrger. Wie das in seiner Geburtsstadt Kilikien möglich sein kann, die doch in Griechenland liegt, versuchen Historiker zu deuten. Die Stationen des Wirkens und der Inhalt der Briefe dieser facettenreichen Person werden bei diesem Vortrag vor dem Hintergrund der römischen Vorherrschaft vorgestellt.

16. September: Dr. Victor Klein: Die römischen Spuren in RumÀnien
Der Mainhardter Tierarzt Dr. Victor Klein stammt ursprĂŒnglich aus RumĂ€nien. Bei Reisen in seine alte Heimat hat er zahlreiche historische Ort besucht und seine EindrĂŒcke fotografisch festgehalten. In einem reich bebilderten Vortrag nimmt Dr. Klein die Zuhörer mit zu den Spuren der Römer, die RumĂ€nien zwischen 106 und 275 n. Chr. als Provinz Dacia ihrem Imperium angegliedert haben. 23. September: Ortwin Köhler: Die Mittelmeerwelt und ihre Politik in der Antike Vieles der europĂ€ischen Kultur und Politik hat seine Tradition im antiken Mittelmeerraum. Die grĂ¶ĂŸten Eroberungen erzielte Rom nicht unter Kaisern, sondern zur Zeit der senatorischen Republik, also zur Zeit des Hellenismus, in welcher Rom erst zur Großmacht aufstieg. Im Fokus des Vortrags stehen die politischen und militĂ€rischen Mittel in Konkurrenz- und Konfliktsituationen zwischen den hellenistischen GroßmĂ€chten rund um den mediterranen Raum anhand einiger Beispiele. Auch 'innenpolitische' Mechanismen werden hierzu vorgestellt werden.

30. September: Jeff Klotz: Die Antike im Mittelalter. Über den Umgang mit dem antiken Erbe zwischen FrĂŒhmittelalter und FrĂŒhneuzeit
Mittelalterliche Bildwerke in Baden-WĂŒrttemberg sind voller Verweise und Andeutungen auf die Antike. Es finden sich so in christlichen Bildkontexten beispielsweise Darstellungen von Kaiser Diocletian oder römischen LegionĂ€ren. Der Vortrag hat die Frage zum Thema, wie man sich die Antike wohl im Mittelalter vorstellte. Was waren die zentralen Aussagen in Bezug auf die Antikenrezeption? Was konnten die Menschen ĂŒber die Antike wissen und wie deuteten sie diese?

7. Oktober: Manfred Rapp: Römisches Essen in Literatur und Experiment
Der Wissenstand zur antiken ErnĂ€hrung kann man als sehr gut bezeichnen. Es gibt viele Hinweise in antiker Literatur und sogar Überlieferungen von Kochrezepten, z. B. von Cato d. Ä. oder Apicius. Abgerundet wird das Ganze durch die ArchĂ€ologie. Manfred Rapp vom Historisch-ArchĂ€ologischen Verein MĂŒhlacker ist beruflich in der Lebensmittelbranche tĂ€tig und befasst sich seit Jahrzehnten mit ErnĂ€hrungs- und Nahrungsmittelgeschichte. Bei diesem Vortrag werden die wichtigsten römerzeitlichen Nahrungsmittel vorgestellt. Es wird auf die Verarbeitung eingegangen und auch gesundheitliche Aspekte erwĂ€hnt. Last not least geht es natĂŒrlich auch um die römische Rezeptkultur und die Erfahrungen, welche die „Kochgruppe“ des Historisch-ArchĂ€ologischen Vereins bei unzĂ€hligen Veranstaltungen gemacht hat. Es gibt Interessantes zum Verkosten, und ein antikes Rezept wird wĂ€hrend der Vortragszeit ausgefĂŒhrt, wobei auch mitgeholfen werden kann!

Änderungen vorbehalten.

Möchten Sie selbst aktiv werden? Sprechen Sie mit den Organisatoren - diese freuen sich auf Ihren Kontakt. Weitere AuskĂŒnfte erteilt Ihnen gerne Limes-Cicerone Torsten Pasler.

Eckdaten

  • fĂŒr jeden offen, Anmeldung nicht erforderlich
  • Dauer: 60 bis 90 Minuten
  • Start: 19:00 Uhr
  • Eintritt: 5,00 Euro
  • Kinder 2,50 Euro

Römermuseum Mainhardt

 

Hauptstraße 4 am Schlössle 74535 Mainhardt

Das Museum wird ehrenamtlich betrieben.

AusfĂŒhrliche Informationen erhalten Sie bei FĂŒhrungen, die die ausgegrabene und restaurierte SĂŒdwestecke des Kastells einschliessen.

Das Rathaus Mainhardt vermittelt gerne FĂŒhrungen. FĂŒhrungen auf dem Limes- wanderweg können dabei ebenfalls enthalten sein.

Öffnungszeiten: Nach telefonischer Vereinbarung Gemeinde Mainhardt   07903 91 50 0 oder Textilhaus Pasler-Rau  07903 94 02 56

Verband der Limes-Cicerones e.V.
GeschĂ€ftsstelle: Hauptstraße 3 · 74535 Mainhardt
Tel.: ++49 (07903 940256 · info@limes-cicerones.de · www.limes-cicerones.de

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